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Willkommen in der digitalen Zukunft

Glasfaserausbau Ostholstein

E-Mail, Cloud-Computing und Videostreaming, Industrie 4.0, Smart City und das Internet der Dinge…Das schnelle Internet wird unser Leben verändern. Der ZVO errichtet im Auftrag von 29 Gemeinden dort, wo derzeit kein schnelles Internet verfügbar ist, ein hochmodernes Glasfasernetz, damit jeder Bürger an der technologischen Entwicklung teilhaben kann.

Glasfaser ist die optimale Basis für attraktive Online-Services unseres Netzbetreibers TNG Stadtnetz GmbH zu marktgerechten Konditionen.
Neben Hochgeschwindigkeits-Internet werden Kunden dann auch HD-Fernsehen und Telefonie beziehen können. Der Glasfaserausbau des ZVO ist ein wichtiges Infrastrukturprojekt zur Sicherung unserer individuellen und gesellschaftlichen Zukunft.

Das Kampagnenmotto „GO!“ steht darum nicht nur als Abkürzung für das Glasfasernetz in Ostholstein. Es steht auch für den Aufbruch in eine gemeinsame neue Zeit.

Wir schließen Versorgungslücken - Breitbandzugang für alle

Welche Gemeinden haben den ZVO für den Aufbau eines Breitbandnetzes beauftragt?

Am 19. Mai 2016 hat die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Ostholstein (ZVO) die Gründung der neuen Breitband-Sparte beim ZVO beschlossen.

So wurde die rechtmäßige Basis dafür geschaffen, dass 29 Gemeinden den ZVO mit der neuen Aufgabe beauftragen konnten: Ahrensbök, Altenkrempe, Beschendorf, Bosau, Dahme, Damlos, Göhl, Gremersdorf, Grömitz, Großenbrode, Grube, Harmsdorf, Heringsdorf, Kabelhorst, Kasseedorf, Kellenhusen, Lensahn, Malente, Manhagen, Neukirchen/Oldenburg, Ratekau, Riepsdorf, Scharbeutz, Schashagen, Schönwalde, Sierksdorf, Stadt Fehmarn, Süsel und Wangels.

Wie hoch sind die Investitionen?

Insgesamt liegen die Investitionen für Ostholsteins kommunales Glasfasernetz in den nächsten Jahren bei fast 100 Millionen Euro. Der Bund fördert das Projekt mit bis zu 15 Millionen Euro.

Um Kosten zu sparen, lässt der Zweckverband Ostholstein bereits seit längerem Leerrohre mitverlegen – sowohl bei Tiefbaumaßnahmen innerhalb der Unternehmensgruppe oder bei Dritten, wie der Schleswig-Holstein Netz AG.

Zahlen, Daten, Fakten

Wo wird ausgebaut?

Wo darf der ZVO ein Breitbandnetz aufbauen?

Der ZVO baut dort ein passives Netz auf, wo private Unternehmen Versorgungslücken hinterlassen haben, auf sogenannten „Weißen Flecken“.
Ein Markterkundungsverfahren hat in Ostholstein zahlreiche unversorgte Gebiete aufgezeigt. Hier hat der freie Markt versagt und Versorgungslücken hinterlassen, die gestopft werden müssen. Nur in den weißen Flecken darf die öffentliche Hand – in diesem Fall der ZVO – ein Netz zur Versorgung mit Breitbandinternet aufbauen.

Allerdings sind die Bedingungen des Gesetzgebers für ein Eingreifen der öffentlichen Hand in den Markt umfangreich und komplex. Wir müssen Vorgaben einhalten, die für private Unternehmen nicht gelten. So dürfen wir u.a. nur vorgeschriebene Materialien verwenden und müssen ein EU-weites Ausschreibungsverfahren durchführen. Das kostet leider viel Zeit und verzögert manchmal ein schnelleres Vorankommen des Projektes. Trotz dieser gesetzgeberischen Hürden haben sich die Gemeinden für diesen Weg entschieden. Denn: Nichts zu tun war keine Option! Sonst schließen sich Versorgungslücken nie.

Wer ist der Netzbetreiber?

Betreiben wird das Netz die TNG Stadtnetz GmbH. Das Kieler Telekommunikationsunternehmen hat sich in einer EU-weiten Ausschreibung als Pächter und Betreiber des kommunalen Netzes durchgesetzt.

Mit ihm schließen Glasfaserinteressierte während der jeweiligen Vermarktungsphase in ihren Gemeinden Verträge ab. TNG bietet neben Hochgeschwindigkeitsinternet auch HD-Fernsehen und Telefonie an – alles über ein zukunftsfähiges Glasfasernetz.

Warum ein kommunales Breitbandprojekt?

„Flächendeckende Grundversorgung mit mindestens 50 Mbit/s“ – die Erfüllung dieses Auftrags der Bundesregierung sind private Telekommunikationsunternehmen bislang schuldig geblieben.

Flächendeckend bedeutet, dass auch Rand- und Einzellagen mit Breitband versorgt werden sollen.

Wir sorgen für die Erreichung des Breitbandziels des Bundes, indem wir unversorgte Gebiete erschließen. Privatunternehmen werden Rand- und Einzellagen nie ausbauen – es lohnt sich für sie schlichtweg wirtschaftlich nicht.

In der Netzplanung des ZVO-Projektes sind sie jedoch fest eingeplant. Wir sind überzeugt, dass es sich gesamtgesellschaftlich sehr wohl „lohnt“, wenn alle Bürger einer Gemeinde Anschluss an das Breitbandnetz haben.

Warum ist die Versorgung mit Breitband wichtig?

Einerseits benötigen wir es, um zukünftige Standortattraktivität und Wettbewerbsfähigkeit für lokale Firmen und das Tourismusgewerbe zu erhalten. Andererseits trägt eine gute Breitbandinfrastruktur zur Gleichwertigkeit der Lebensbedingungen in allen Teilen unser Region bei und lässt alle am digitalen Leben teilhaben.

Wie in anderen Bereichen des Alltagslebens sind städtische Gebiete in der Regel gut mit schnellen Internetanschlüssen versorgt, wohingegen die Randlagen und ländlichen Bereiche immer weiter abgehängt werden. Nur mit einem flächendeckenden Glasfaserausbau kann der ländliche Raum Gleichschritt mit den Städten und den Ballungsräumen halten und auch zukünftig seine wirtschaftlichen Chancen wahren und ausbauen.

Wird der Bandbreitenbedarf noch ansteigen?

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt deutlich, dass sich die verfügbare Bandbreite von Datenverbindungen um 50 Prozent jährlich erhöht hat. Aufgrund des allgemeinen Digitalisierungstrends muss mit einem weiteren Anstieg an Bandbreitenbedarf gerechnet werden, egal wann welche Bandbreiten konkret benötigt werden.

Da die Schaffung der erforderlichen Infrastrukturen einen zeitlichen Vorlauf von mehreren Jahren benötigt, kann nicht abgewartet werden, bis der Bedarf tatsächlich da ist, sondern es muss bereits heute gehandelt werden.

Wer profitiert von der Breitbandversorgung?

Der Bedarf für Breitband-Anschlüsse geht längst über den privaten Bedarf hinaus. Für den Tourismus ist z.B. freier Internetzugang ein attraktiver Zusatzservice, den sie ihren Gästen gerne anbieten wollen und der oftmals von Urlaubern auch erwartet wird.

Auch die moderne Landwirtschaft ist stark von aktueller Informationstechnologie beeinflusst und wird zu einem immer stärker vernetzten Wirtschaftszweig. Um den Anschluss nicht zu verlieren und auch in ein paar Jahren noch wettbewerbsfähig zu sein, braucht es auch hier dringend Glasfaseranschlüsse.

Und gerade landwirtschaftliche Betriebe liegen meist nicht im gut versorgten Ortskern, sondern in Einzellagen.

Immobilienbesitzer sichern langfristig den Wert ihres Eigenheims mit einem Glasfaseranschluss. Schüler und Studenten können E-Learning-Angebote nutzen. Freiberufler müssen sich auf eine leistungsfähige Datenübertragung verlassen können, um Arbeitsergebnisse wie Grafiken, Filme oder Baupläne an ihre Auftraggeber liefern zu können oder bei Projektarbeit mit mehreren Beteiligten an Videokonferenzen teilnehmen zu können.

Welche Chance bietet die Digitalisierung für ländliche Kommunen?

Ländliche Kommunen stehen vor vielen Herausforderungen, wie z.B. eine medizinische Grundversorgung aufrechtzuerhalten oder ÖPNV-Lösungen zu schaffen.

Hier bietet die Digitalisierung gerade für diejenigen Chancen, die nicht (mehr) mobil sind und „etwas weiter draußen“ wohnen: Sprechstunde mit dem Arzt über Videotelefonie, Online-Lieferservice vom Supermarkt, Behördenangelegenheiten online erledigen.

Aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf lässt sich erhöhen, indem es Mitarbeitern rein technisch die Möglichkeit bietet, auch im Home Office zu arbeiten.

Digitale Agenda von Bund und Land

Die Breitbandstrategie Schleswig-Holstein lautet:
„Bis 2025 sollen der überwiegende Teil der Haushalte in Schleswig-Holstein (mindestens 90 %) und bis 2030 die verbleibenden Haushalte über einen Glasfaseranschluss verfügen.“
Die Digitale Agenda der Bundesregierung gibt die Leitlinien der Digitalpolitik vor und bündelt Maßnahmen in zentralen Handlungsfeldern, um den digitalen Wandel zu begleiten und mitzugestalten. Für ihre Umsetzung sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Bundesministerium des Innern und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gemeinsam federführend. Bundesminister Alexander Dobrindt hat mit den Mitgliedern der Netzallianz Digitales Deutschland die Zukunftsoffensive Gigabit-Deutschland beschlossen. Ziel der gemeinsamen Strategie ist es, bis zum Jahr 2025 in Deutschland ein hochleistungsfähiges Breitbandnetz zu errichten. Damit sollen Netzgeschwindigkeiten im Gigabit-Bereich ermöglicht werden.