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Pressekontakt

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Nicole Buschermöhle
Pressesprecherin
Leiterin Unternehmenskommunikation

Jürgen Prüß
Stellv. Pressesprecher

© Rawpixel / pixabay.com

Aktuelle Pressemitteilungen der ZVO-Gruppe

Pressemitteilungen 2018

18.10.2018 | Bauarbeiten in Niendorf

ZVO Energie GmbH erneuert Leitungen im Meinsweg

Sierksdorf, 18. Oktober 2018 – Zur Erneuerung von Trinkwasserleitungen finden ab dem 22. Oktober im Meinsweg zwischen den Hausnummern 14 und 69 Bauarbeiten der ZVO Energie GmbH statt.

 

Um die Arbeiten reibungslos durchführen zu können, kommt es während der Dauer der Bautätigkeiten zu halbseitigen Sperrungen im genannten Bereich. Zudem stehen die Parkplätze der Hausnummern 10a-10d für die Dauer der Bauarbeiten nicht zur Verfügung. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die im Zusammenhang mit der Baustelle aufgestellten Verkehrs- und Hinweisschilder zu beachten. Die Einrichtung der Baustellen erfolgt mit Genehmigung der zuständigen Behörden.

 

Nach derzeitiger Planung werden die Bauarbeiten voraussichtlich Ende 2018 abgeschlossen sein. Insgesamt investiert die ZVO Energie GmbH hier etwa 120.000 Euro in das Trinkwassernetz in Niendorf. Für mit der Baumaßnahme verbundene Störungen oder Beeinträchtigungen bittet das Unternehmen um Verständnis.

1.10.2018 | ZVO-Gruppe mit neuer Homepage

1. Oktober 2018 | Sierksdorf

ZVO-Gruppe mit neuer Homepage

Onlinepräsenz serviceorientierter und für mobile Nutzung optimiert

Der Zweckverband Ostholstein (ZVO) ist ab sofort mit einer neu gestalteten Homepage online. Unter der bekannten Adresse www.zvo.com finden Kunden und weitere Interessierte alle Informationen rund um den regionalen Ver- und Entsorger neu aufbereitet. Beliebte Anwendungen wie der Abfuhrkalender oder der Erdgaspreisrechner wurden überarbeitet und für die Ausgabe auf mobilen Endgeräten optimiert.

„Sowohl inhaltlich als auch gestalterisch wollten wir einen Neuanfang für unseren Onlineauftritt schaffen“, erklärt Gesine Strohmeyer, Verbandsvorsteherin des ZVO. „Die neue Homepage ist als zentrale Informations- und Kommunikationsplattform für unsere Kunden gedacht. Daher standen der Servicegedanke und eine optimale Nutzerführung an erster Stelle bei der umfangreichen Neukonzeptionierung der Homepage.“ Die neue Website ist außerdem ein guter Ausgangspunkt für Weiterentwicklungen, die sukzessive eingearbeitet werden. „Unser Anspruch ist es, auch hier immer besser zu werden“, unterstreicht Strohmeyer. So seien die vielen neuen Serviceangebote eine sinnvolle Ergänzung zu den bereits bestehenden Kundenservicekanälen. Viele Kunden wünschen sich mehr Onlineservices, weil sie dann unabhängig von Öffnungszeiten ihr Anliegen an den ZVO geben oder sich selbst vorab informieren können.

Bei der Konzeptionierung der neuen Homepage hat sich der ZVO an Rückmeldungen und Fragestellungen von Kunden orientiert, aber auch Erfahrungen aus der Belegschaft einfließen lassen und die Inhalte entsprechend nach Themenbereichen gegliedert. Die schnelle Auffindbarkeit von Informationen und eine zielgruppengerechte Aufbereitung von Inhalten waren zentraler Anspruch an die Gestaltung der Seite. So benötigen Installateure andere Informationen als Kunden, die eine Mülltonne bestellen oder sich über Netzanschlüsse für ihr Eigenheim informieren wollen. Ebenso möchte der ZVO seine Kunden, Gremienvertreter und die weitere interessierte Öffentlichkeit über aktuelle Neuigkeiten auf dem Laufenden halten.

Der neue Webauftritt soll Usern aber nicht nur pragmatische Informationen vermitteln und bei der Abwicklung der Geschäftsbeziehung helfen, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen geben. „Wir möchten gerne die Leistungen, die die mehr als 520 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZVO-Gruppe für unsere Kunden tagtäglich erbringen, erleb‐ und nachvollziehbarer machen“, erläutert Strohmeyer. „So freut es mich sehr, dass sich einige von ihnen bereiterklärt haben, ihr Gesicht für ihren Arbeitgeber zu zeigen und sich bei der Arbeit fotografieren zu lassen. Das ist nicht selbstverständlich.“

Neue Online-Angebote für mehr Kundenservice

Einige Kundenservice-Module sind gänzlich neu entwickelt worden. So gibt der Zuständigkeitsfinder Auskunft darüber, wo die ZVO-Gruppe welche Leistungen anbietet. Der ZVO ist zwar in allen Gemeinden des Kreises Ostholstein für die Abfallentsorgung zuständig, aber es gibt mehrere Gasnetzbetreiber, Wasserversorger oder Abwasserentsorger in der Region. Für seine 60 Mitgliedsgemeinden in den Kreisen Ostholstein, Plön und Segeberg erfüllt der Zweckverband Ostholstein unterschiedliche Aufgaben. Nun beantwortet der ZVO-Zuständigkeitsfinder erste Fragen der Kunden. Darüber hinaus ist es auch eine Hilfestellung für Mitarbeiter, die hier auch schnell nachschauen können.

Außerdem gibt es ab sofort die Möglichkeit, Abfallcontainer bei der ZVO Entsorgung GmbH online zu bestellen. Ganz bequem wählen Kunden hier die jeweilige Abfallart, die benötigte Containergröße sowie einen Lieferort aus und schon berechnet sich automatisch der Preis. Dann nur noch Liefer- und Abholtermine und die Lieferadresse eintragen und schon geht der Auftrag an den Kundenservice raus und wird bearbeitet. Auch einige Serviceformulare, die zuvor als PDF-Dateien heruntergeladen werden mussten, können nun direkt online ausgefüllt werden. Ebenso sind Formalitäten wie Satzungen, Bekanntmachungen und weitere Pflichtveröffentlichungen sowie Downloads von Anträgen oder Infoflyern an zentralen Sammelstellen gebündelt. Auch sind Themen wie Netzanschlüsse für Wasser, Abwasser und Erdgas aus der Sicht eines Bauherrn aufbereitet und geben einen Überblick über den Prozess und die erforderlichen Unterlagen.

Begleitet wurde der ZVO beim Relaunch seiner Homepage von der Internetagentur SECRA aus Sierksdorf, die neben der Programmierung und Gestaltung der neuen Website auch den Betrieb übernommen haben. Zusammen mit ihr wird der ZVO die Homepage weiterentwickeln, um immer nah an seinen Kunden und seinen Bedarfen und Fragen rund um den ZVO zu sein. Außerdem sind weitere Onlineservices für weitere Zielgruppen geplant, wie ein Karriereportal für Bewerber und ein Ratsinfosystem für Gremienvertreter und Öffentlichkeit.

12.07.2018 | #wirfuerbio – Papier statt Plastik

12. Juli 2018 | Neustadt

#wirfuerbio – Papier statt Plastik

ZVO Entsorgung GmbH bietet Papiertüten für Sammlung von Bioabfall an

Die Kampagne norddeutscher Entsorger „#wirfuerbio – Biomüll kann mehr“ geht in Ostholstein in die nächste Runde. Um Plastik im Bioabfall zu vermeiden, sind ab Samstag, den 14. Juli Papiertüten der ZVO Entsorgung GmbH für die Sammlung von Bioabfall erhältlich. Bis zum 21. Juli erhalten Kunden auf den drei Recyclinghöfen der ZVO Entsorgung GmbH jeweils fünf dieser Tüten kostenlos. Danach können sie käuflich erworben werden – 25 Stück kosten 3,00 Euro inkl. MwSt.

„Wir wollen unsere Kunden dafür sensibilisieren, warum Plastiktüten, selbst die sogenannten kompostierbaren, nichts im Bioabfall zu suchen haben“, erklärt Holger Kroll, Geschäftsbereichsleiter Kommunale Abfallwirtschaft beim ZVO. „Mit den Papiertüten wollen wir eine Alternative aufzeigen, weshalb wir sie zu Anfang kostenlos und danach zu einem moderaten Preis herausgeben.“

Um Kunden schon direkt beim Einkauf auf das Thema aufmerksam zu machen, unterstützen vier Famila-Märkte in der Region die Aktion. So wartet an vier Terminen das ZVO-Infomobil auf interessierte Kunden, wo sie sich nicht nur zu Abfalltrennung und Recycling beraten lassen, sondern auch Papiertüten für den Bioabfall kostenlos erhalten können. Die Termine im Überblick:

  • 12.7.: Famila Eutin
  • 13.7.: Famila Neustadt
  • 18.7.: Famila Heiligenhafen (nachmittags)
  • 20.7.: Famila Stockelsdorf

„Norddeutschland räumt auf in der Biotonne.“ – unter diesem Motto der Infokampagne „#wirfuerbio – Biomüll kann mehr“ treten 23 Abfallwirtschaftsbetriebe aus ganz Norddeutschland dafür ein, sowohl die normale Plastiktüte als auch die kompostierbare Plastiktüte aus der Biotonne zu verbannen. Am 20. April gab Schirmherr Dr. Robert Habeck, Umweltminister Schleswig-Holstein, den Startschuss für die überregionale Kampagne, die in Ostholstein von der ZVO Entsorgung GmbH getragen wird.

Auch kompostierbare Plastiktüten gehören nicht in die Biotonne

Der Bioabfall ist in Augen der Abfallwirtschaft eine Ressource, aus der je nach Verarbeitungsprozess Kompost oder auch Energie gewonnen werden kann. Die Erzeugung von Kompost als hochwertiger Dünger setzt voraus, dass er in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann. Deshalb darf er kein Plastik enthalten und da in den automatisierten und manuellen Sortierprozessen nicht alle Störstoffe restlos aus dem Bioabfall entfernt werden können, hat Plastik auch nichts in der Biotonne zu suchen. Wertvolles organisches Material geht verloren, wenn plastikbelasteter Bioabfall komplett aussortiert werden muss. Denn konventionelle Plastiktüten sind im Sortierprozess von kompostierbaren nicht zu unterscheiden.

Durch die große Menge an Störstoffen, vor allem Plastiktüten, wird ein zu 100 Prozent biologischer Kreislauf maßgeblich gestört, denn auch aus kompostierbaren Plastiktüten wird weder 100 Prozent Bioenergie noch Qualitätskompost. In Mikroplastik zerfallen, können Plastiktüten nicht mehr ausreichend aus dem fertigen Rohkompost gesiebt werden und landen so auf den Beeten und Äckern, werden ins Grundwasser gespült, gelangen ins Meer und damit unweigerlich in unsere Nahrungskette.

Was viele nicht wissen: Nicht nur die herkömmliche Plastiktüte besteht aus Erdöl, auch kompostierbare Plastiktüten dürfen einen Anteil Erdöl enthalten. Dieser zersetzt sich zwar, wird aber nicht biologisch abgebaut. Diese Tüten erfüllen die Euro-Norm, wenn sich nach 12 Wochen 90 Prozent der Tüte in Teile zersetzt hat, die kleiner als zwei Millimeter sind und wenn nach sechs Monaten 90 Prozent der Tüte biologisch abgebaut sind. Diese Zeiten überschreiten deutlich die Produktionszeiten in den Anlagen zur Kompostierung und Gewinnung von Bioenergie. Damit sind diese Tüten de facto keineswegs zu 100 Prozent biologisch abbaubar und tragen daher nicht zu einer nachhaltigen Verwertung von organischen Abfällen bei.

Alternative Bioabfallsammlung im Haushalt

Bioabfälle sollten im besten Fall lose in einem dafür vorgesehenen Behälter gesammelt und direkt ohne Behälter in die Biotonne entleert werden. Auch die Sammlung in einer Papiertüte ist eine sinnvolle Alternative. Dafür eignet sich die Kampagnenpapiertüte von „#wirfuerbio“ oder jede andere Papiertüte, die zu 100 Prozent aus Papier besteht. Auch in ein, zwei Lagen Tageszeitung eingewickelt, ist der Bioabfall in der Biotonne sehr willkommen. Sollte kein Weg an der Sammlung des Bioabfalls in Plastiktüten vorbeigehen, sollte der wertvolle Inhalt dieser Tüte in die Biotonne entleert und die Plastiktüte selbst in den Restabfall gegeben werden.

Mehr Info auch unter www.wirfuerbio.de

06.07.2018 | ZVO tritt „Allianz für Breitband“ in Schleswig-Holstein bei

06. Juli 2018 | Kiel

ZVO tritt „Allianz für Breitband“ in Schleswig-Holstein bei

Bündnis setzt Regeln für schnelleren flächendeckenden Glasfaserausbau fest

Breite Allianz, klares Ziel: Um den flächendeckenden Ausbau des Glasfaser-Netzes in Schleswig-Holstein noch dynamischer voranzutreiben, ist der Zweckverband Ostholstein (ZVO) dem „Bündnis für den Glasfaserausbau SchleswigHolstein“ beigetreten – als einziges Unternehmen aus Ostholstein. Anfang Juli kamen in Kiel Vertreterinnen und Vertreter von über 60 Unternehmen und Institutionen zusammen, um sich zu dieser Breitbandallianz zusammenzuschließen. Der Zweckverband Ostholstein baut für 29 Gemeinden ein komplett neues kommunales Breitbandnetz auf, um die Lücken in der Internetversorgung zu schließen. Grundlage dafür ist die zukunftsfähige Glasfasertechnologie, die Bandbreiten ermöglicht, die die Leistung von Kupferkabel und Vectoring um ein Vielfaches übersteigt.

Gesine Strohmeyer, Vorsteherin des ZVO ist überzeugt: „Solch ein Bündnis ist ein wichtiger Schritt, um den Flickenteppich in der Internetversorgung zu stopfen. Mit der Verständigung auf gewisse Regeln ist nun ein Rahmen geschaffen, die flächendeckende Versorgung mit Breitbandinternet entscheidend voranzutreiben. Der ZVO leistet dazu gerne seinen Beitrag.“ Mit einem Investitionsvolumen von fast 100 Millionen Euro arbeitet der ZVO an einem der größten Breitbandausbauprojekte des Landes. Insgesamt wird hier sukzessive ein neues Netz von über 2.800 Kilometern Länge aufgebaut, das zukünftig rund 23.000 Haushalte sowie über 5.000 Gewerbebetriebe und Institutionen versorgen wird.

Ziel des Landes gemeinsam schneller erreichen: Glasfaseranschluss für jeden Haushalt

„In dieser Allianz wird jeder nach seinen Möglichkeiten dazu beitragen, dass wir 2025 den flächendeckenden Ausbau schaffen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz bei der Unterzeichnung des entsprechenden Memorandums. „Schleswig-Holstein ist mit 35 Prozent anschließbarer Haushalte bereits heute das Glasfaserland Nummer 1 in Deutschland, im Bund sind es gerade einmal acht Prozent“, so der Minister.

Bei dem Memorandum handelt es sich um eine freiwillige Selbstverpflichtung der Anbieter, ohne in deren Unabhängigkeit und in den Wettbewerb einzugreifen. Wichtigste Elemente des Memorandums sind:
• Unterstützung der Zielsetzung der Glasfaserstrategie der Landesregierung.
• Einsatz von Fördermitteln nur dann, wenn es keine privatwirtschaftliche Lösung gibt.
• zweijähriger Verzicht der Unternehmen auf eigene Ausbaumaßnahmen bei kommunalen Förderprojekten, sofern die Unternehmen selbst keinen Eigenausbau angekündigt haben. Dieses Stillhalteabkommen gilt ab der Auswahl eines Netzbetreibers.
• Verzicht auf einen Parallelausbau von Glasfaserinfrastrukturen, stattdessen Nutzung vorhandener Infrastrukturen.
• Bekenntnis zur Flexibilisierung von Regulierungsmaßnahmen der Bundesnetzagentur, um weitere Investitionen anzuregen.
• Bereitschaft zur Kooperation der Anbieter bei Ausbaumaßnahmen.

Buchholz: „Bis 2020 werden wir mit den laufenden Ausbauprojekten in Schleswig-Holstein die Hälfte unserer Haushalte erschließen können, bis 2022 etwa zwei Drittel. Ich erwarte, dass es uns mithilfe der unterzeichnenden Akteure gelingt, diesen Prozess weiter zu beschleunigen.“ Außerdem solle innerhalb des Bündnisses vor allem besprochen werden, wie die 2022 noch verbleibenden rund 38 Prozent der schleswig-holsteinischen Haushalte ebenfalls noch mit Glasfaser erschlossen werden können: „Wir werden diese weißen Flecken mithilfe des Breitband-Kompetenzzentrums näher analysieren. Und darauf aufbauend sollen die Bündnispartner dann prüfen, ob ein eigenwirtschaftlicher Ausbau oder die Bildung von Ausbau-Allianzen denkbar ist. All das wird die Landesregierung eng begleiten und – wo möglich – auch mit Förder- und Finanzierungsinstrumenten unterstützen.“

Das Memorandum, das neben dem ZVO noch 61 weitere Unternehmen und Institutionen in Schleswig-Holstein unterschrieben haben, finden Sie hier:
www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/VII/Presse/PI/PDF/2018/180702_Buendnis_Glasfaser_Memorandum_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=2

 

04.07.2018 | ZVO-Gruppe weiter auf Erfolgskurs

04. Juli 2018 | Sierksdorf

ZVO-Gruppe weiter auf Erfolgskurs

• Kommunaler Ver- und Entsorger erwirtschaftet bestes Ergebnis in Unternehmensgeschichte
• Überschüsse aus den Tochtergesellschaften bleiben vollständig beim ZVO
• Glasfaserausbau Ostholstein entscheidend vorangetrieben

Das erste Geschäftsjahr, in dem die ZVO-Gruppe wieder in rein kommunaler Hand ist, war das wirtschaftlich erfolgreichste in der Geschichte des regionalen Ver- und Entsorgers. Das zeigt der Jahresabschluss für 2017, den die Verbandsversammlung des Zweckverbands Ostholstein (ZVO) bei ihrer heutigen Sitzung verabschiedet hat. Trotz der getätigten Rückkäufe und des anspruchsvollen Investitionsprogramms in die Bereiche der Daseinsvorsorge konnte die ZVO-Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2017 insgesamt eine sehr positive Entwicklung verbuchen. So liegt das kumulierte Jahresergebnis der ZVO-Gruppe mit insgesamt 8,7 Millionen Euro deutlich über den Erwartungen.

„Ich freue mich sehr, dass wir unseren Mitgliedsgemeinden wieder ein tolles Ergebnis präsentieren können“, so Gesine Strohmeyer, Vorsteherin des Zweckverbands Ostholstein.
„Nach einem etwas turbulenten 2016 konnten wir uns in 2017 wieder mehr aufs Geschäft konzentrieren und den Blick auf die zukünftige Entwicklung und Herausforderungen der ZVO-Gruppe lenken. Dafür gibt uns dieses sehr gute Unternehmensergebnis natürlich Rückenwind.“ Das Geschäftsjahr 2017 ist das erste, nachdem der ZVO durch Rückkauf von Geschäftsanteilen alleiniger Gesellschafter seiner beiden Tochtergesellschaften ZVO Energie GmbH und ZVO Entsorgung GmbH ist. Das bedeutet auch, dass die Gewinnausschüttungen der beiden Töchter nun vollständig dem Zweckverband zustehen. „Solch ein herausragendes Ergebnis ist immer eine Gemeinschaftsleistung. Daher geht mein großer Dank an die mittlerweile mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ZVO-Gruppe. Mit ihrer Arbeit sorgen sie dafür, dass unsere Kunden 365 Tage im Jahr rund um die Uhr mit Trinkwasser, Gas und Wärme versorgt sind und ihre Abfälle und das Abwasser zuverlässig entsorgt werden.“

Aber nicht nur wirtschaftlich war es ein erfolgreiches Jahr für den ZVO. „Bei einem der wichtigsten zentralen Zukunftsthemen sind wir einen Riesenschritt vorangekommen“, erklärt Strohmeyer. „So haben wir mit der TNG Stadtnetz GmbH (TNG) einen Pächter und Betreiber für das kommunale Breitbandnetz gefunden, der sofort losgelegt hat.“ Bereits kurz nach der Vertragsunterzeichnung im Juni 2017 ist TNG im ersten Aktionsgebiet in die Vermarktung gestartet. Nach nicht einmal einem Jahr ist mittlerweile in fast der Hälfte der 29 Breitband-Gemeinden die Vermarktung gelaufen – mit ausnahmslos positivem Ergebnis, teilweise sind Vorvermarktungsquoten von über 90 Prozent erreicht worden. Strohmeyer unterstreicht: „Unser Ziel ist es, Versorgungslücken in Ostholstein zu stopfen und die zukünftige Standortattraktivität und Wettbewerbsfähigkeit für Bürger, lokale Firmen und das Tourismusgewerbe zu sichern. Jedes Aktionsgebiet, in dem die Bürgerinnen und Bürger solidarisch ihr ‚Go’ für den Glasfaserausbau Ostholstein geben, ist ein großer Erfolg für die Allgemeinheit.“ Parallel hat der ZVO in zahlreichen Mitverlegeprojekten bereits viele Kilometer Leerrohre in die Erde gebracht – entweder bei Baumaßnahmen aus dem eigenen Haus oder Dritter.

Gewinnausschüttung an Gemeinden und Gebührenstabilität

Wie in den vergangenen Jahren haben die Ausschüttungen aus den Tochtergesellschaften zum positiven Ergebnis beigetragen – in diesem Jahr besonders die der ZVO Energie GmbH.
Der höhere Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2017 wird im Wesentlichen getragen von einem effizienten Kostenmanagement. Aber auch die erhöhte Nachfrage von Hausanschlüssen bestärkt das Ergebnisund schließlich kommen Sondereffekte hinzu, weil Rückstellungen aufgelöst wurden. Gerade beim Trinkwasser macht sich effiziente Technik bezahlt. So können hier die Preise für die Verbraucher seit fast zehn Jahren stabil gehalten werden. Auch die ZVO Entsorgung GmbH blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. Trotz schwierigerer Rahmenbedingungen wie steigender Wettbewerbsdruck, Preisverfall bei einigen Wertstofffraktionen und Gesetzesänderungen bewegten sich die Umsätze auf Vorjahresniveau. Dabei leistete erneut das Gewerbegeschäft einen wesentlichen Beitrag für das gute Ergebnis des Unternehmens.

Der erzielte Jahresgewinn fließt der Gewinnrücklage zu. Aus dieser erhalten Städte und Gemeinden, die dem ZVO die Erdgasversorgung übertragen haben, eine Gewinnausschüttung von 1,5 Millionen Euro. Hinzu kommen die Konzessionsabgabenvon etwa 400.000 Euro. Weitere Überschüsse verbleiben zur Festigung der finanzwirtschaftlichen Grundlage im Unternehmen. „Das ist wichtig, um zukünftige Herausforderungen zu meistern. Die gesetzlichen und umweltrechtlichen Anforderungen ändern sich stetig und haben unternehmerische Auswirkungen – dafür müssen wir uns rüsten“, erläutert Strohmeyer. „So wirkt sich die strengere EU-Düngeverordnung auf die Klärschlammentsorgung aus, so dass weniger Kapazitäten verfügbar sind, was wiederum die Preise treibt.Auch der Boom in der Baubranche wirkt sich in Form von höheren Preisen und Wartezeiten aus, wodurch Baumaßnahmen nicht immer so schnell wie gewünscht durchgeführt werden können.“

Großen Anteil am Erfolg der ZVO-Gruppe haben auch die kommunalen Geschäftsbereiche des ZVO. So hat der hoheitliche Bereich Entwässerung sogar Überschüsse erwirtschaftet. Diese werden bei der jährlich durchzuführenden Nachkalkulation der Abwassergebühren angerechnet und den Gebührenzahlern gutgeschrieben. Mit dem Ergebnis können nicht nur die Bereichsergebnisse stabilisiert, sondern auch die Gebühren erneut auf gleichem Niveau gehalten werden. Durch den Einsatz effizienterer Anlagentechnik sind die Abwassergebühren trotz steigender Energie- und Personalkosten seit sieben Jahren stabil. Im neuen Geschäftsbereich Breitband wurde bereits bei der Planung von Anfangsverlusten in den ersten Geschäftsjahren ausgegangen, die aber unter anderem durch die Generierung von Fördermitteln bisher niedriger als geplant ausfallen.

Das Geschäftsjahr 2017 in Zahlen

Insgesamt waren am 31. Dezember 2017 in der ZVO-Gruppe insgesamt 477 Mitarbeiter (Vorjahr: 459 Mitarbeiter) beschäftigt, darunter 17 Auszubildende (Vorjahr: 16 Auszubildende). Aufgrund von Tarifsteigerungen und höherer Mitarbeiterzahl liegt der Personalaufwand mit 11,7 Millionen leicht über Vorjahresniveau (11,1 Millionen Euro). Der ZVO hat im vergangenen Jahr rund 12,9 Millionen Euro investiert, die zum Großteil auf die Bereiche Trinkwasser-, Erdgasversorgung und Entwässerung entfielen. Die Abfallstatistik für den Kreis Ostholstein zeigt eine leicht gesunkene Abfallmenge an. So fiel hier im Jahr 2016 mit insgesamt 116.513 Tonnen etwas mehr Abfall an als im Vorjahr (116.382 Tonnen). Sie zeigt auch erneut, dass sich die Abfallmengen insbesondere der privaten Haushalte kaum verändern. Im Jahr 2017 hat die Restabfallmenge mit 183 Kilogramm pro Einwohner um 13 Kilogramm abgenommen, wobei sich diese Abnahme im normalen Schwankungsbereich in Folge der touristischen Nutzung bewegt. Die Bioabfalltrennung verbesserte sich leicht von 49 auf 51 Kilogramm pro Einwohner. Die stetige Zunahme seit 2013 (45 Kilogramm) ist auf eine kontinuierlich vermehrte Nutzung der Biotonne zurückzuführen.Mit 659 Millionen Kilowattstunden verkaufte die ZVO Energie GmbH in 2017 weniger Erdgas als im Vorjahr (816 Millionen Kilowattstunden).

Eine erneute Steigerung ist bei den Hausanschlüssen um 369 auf 24.856 zu verbuchen. Insgesamt wurden 2017 fast 1,4 Millionen Kilowattstunden in das Gasnetz der ZVO Energie GmbH eingespeist. Auch die Wärmeabgabe stieg wieder leicht auf nun 6,2 Millionen Kilowattstunden. Beim Trinkwasser pendelte sich die abgegebene Menge in 2017 mit 8,6 Millionen Kubikmeter fast auf dem Niveau des Vorjahres ein. Hier stieg die Zahl der Hausanschlüsse leichtum 252 auf nun 30.192. Der ZVO-Geschäftsbereich Entwässerung verzeichnet bei der entsorgten Schmutzwassermenge eine leichte Steigerung auf etwa 6,2 Millionen Kubikmeter. Das Netz wuchs kräftig auf eine Länge von 1.065 Kilometern (Vorjahr: 921 Kilometer) und auch die Zahl der Hausanschlüsse stieg stark, um 6.495 auf insgesamt 36.067. Dazu beigetragen haben zwei Aufgabenübertragungen zum 1. Januar 2017: die Gemeinde Ahrensbök hat die Schmutz- und Niederschlagswasserbeseitigung und die Gemeinde Ratekau die Niederschlagswasserbeseitigung auf den ZVO übertragen.

Mehr lesen im aktuellen Unternehmensbericht „In den Farben der Region“.