Gartenzähler

Bis Juli Gelber Sack – dann Gelbe Tonne

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Gartenzähler (Sprengwasser- und Zapfhahnzähler)

Ein Gartenzähler ist für alle Kunden interessant, die ihre Gärten und Grünanlagen oft bewässern oder z.B. den Gartenteich regelmäßig auffüllen. Die verbrauchten Wassermengen werden über diesen geeichten Extra-Zähler erfasst. Da das Gartenwasser nicht als Schmutzwasser in die Kanalisation gelangt, wird auch nur der Wasserpreis abgerechnet und keine Schmutzwassergebühr erhoben. Die jährlichen Zählerstände teilen Sie dem ZVO auf der Ablesekarte mit.

Der Zweckverband Ostholstein ist nicht für das Beantragen und die Installation von Zählern für Gartenwasser zuständig.

Aktueller Hinweis für unsere Kunden:

Aufgrund der Vielzahl der Neuanmeldungen und der mit Corona verbundenen Einschränkungen kann es zu Verzögerungen bei der Verplombung der Sprengwasserzähler kommen. In dem Fall wird in der Regel der vom Kunden gemeldete Zählerstand von uns anerkannt und die Verplombung und Überprüfung vor Ort zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.

Fragen und Antworten zum Sprengwasserzähler

Was ist ein Sprengwasserzähler?

Beim Sprengwasserzähler handelt es sich um einen privaten Zähler, der die Wassermenge misst, die nicht in die Kanalisation eingeleitet wird. Für diese Wassermenge wird kein Schmutzwassergebühr erhoben.

Sprengwasserzähler werden entweder als fest installierter Wasserzähler innerhalb der Trinkwasserinstallation des Gebäudes oder als an der Außenzapfstelle montierter Wasserzähler betrieben.

Wann lohnt sich der Einbau eines Sprengwasserzählers?

Durch einen Sprengwasserzähler werden die Trinkwassermengen als sogenannte Abzugsmenge ermittelt, die nicht der Schmutzwasserentsorgungseinrichtung zugeführt werden. z.Zt. beträgt die Gebühr für die Abwasserentsorgung 2,89 €/m³.

Die Kosten des Einbaus eines Sprengwasserzählers und die Verwaltungsgebühr (12,- € pro Jahr) sind gegenzurechnen.

Die Anschaffung und Instandhaltung eines Sprengwasserzählers lohnt sich ab einer Jahresmenge von ca. 10 m³, die zum Beispiel für die Gartenbewässerung genutzt wird.

10 m³ = 10.000 Liter = 1000 große Gießkannen a 10 Liter

Wie muss der Sprengwasserzähler installiert werden?

Der zugelassene Installateur hat den Sprengwasserzähler fest in das vorhandene Trinkwasserleitungssystem einzubauen. Fester Einbau bedeutet, dass der Zähler in die Leitung eingebaut wird, die direkt nach draußen zum Außenzapfhahn geht.

Alternativ kann ein Sprengwasserzähler direkt unter dem Außenzapfhahn, verplombt, montiert werden. Die Montage unter dem Außenzapfhahnzähler kann in Eigenleistung erfolgen. Es ist darauf zu achten, dass der Zähler leerlaufen kann, damit er bei Frost nicht einfriert. Wir empfehlen einen frostsicheren Außenzapfhahn zu installieren.

Die Zapfstelle (Wasserhahn) des Sprengwasserzählers darf sich nicht in Räumen mit Schmutzwasseranschlüssen oder Sanitärobjekten befinden.

Wann muss der Gartenzähler getauscht werden?

Nach Ablauf der Eichfrist des Sprengwasserzählers muss ein Austausch erfolgen. Die Eichfrist beträgt 6 Jahre und ist am Hauptstempel abzulesen.

Nach Ablauf der Eichfrist sollten Sie den Austausch des Zählers durch einen fachkundigen Installateur Ihrer Wahl veranlassen und den Zählerwechsel beim ZVO schriftlich anzeigen. Den Antrag finden Sie hier:

https://www.zvo.com/download-center/Anzeige-Sprengwasserzaehler-Zapfhahnzaehler.pdf

https://www.zvo.com/download-center/Technische Installationsbedingungen-Sprengwasserzähler.pdf

Für die Überwachung der Eichfrist ist der Eigentümer verantwortlich.

Bitte melden Sie dabei den Ausbaustand (m³-Stand) des alten Zählers sowie den Einbaustand (m³-Stand) des neuen Zählers an.

Wo finde ich das Anmeldeformular für den Sprengwasserzähler?
Wer ist berechtigt einen Antrag für Gartenzähler zu stellen?

Antragsteller ist der Gebührenschuldner der Schmutzwassergebühr oder ein nachweislich mittels Vollmacht Beauftragter.

Was muss ich beachten damit der Sprengwasserzähler im jährlichen Gebührenbescheid berücksichtigt wird?
  • Die Zählerdaten müssen dem Zweckverbandes Ostholstein schriftlich auf dem Anmeldeformular und der Ablesekarte mitgeteilt werden
  • Der Sprengwasserzähler muss sich innerhalb der Eichfrist befinden
  • Die Manipulationssicherung muss unbeschädigt vorhanden sein
Wer übernimmt das Verplomben?

Bei einem Sprengwasserzähler, der als Außenzapfhahnzähler betrieben wird, muss eine Manipulationssicherung des Zweckverbandes gesetzt werden. Diese wird innerhalb von 4 Wochen nach Antragstellung durch einen Mitarbeiter des Zweckverbandes Ostholstein montiert. Falls niemand angetroffen wird, wird die Manipulationssicherung ohne Ihr Beisein montiert und eine Bescheinigung im Briefkasten hinterlassen. Erst ab diesem Zeitpunkt wird die gemessene Menge als Abzugsmenge berücksichtigt. Aus organisatorischen Gründen ist eine Voranmeldung bei Ihnen nicht möglich.

Bei fest installierten Sprengwasserzählern innerhalb des Gebäudes übernimmt dies der Fachinstallateur!

Was passiert, wenn der angemeldete Zähler nicht innerhalb der genannten vier Wochen vom ZVO verplombt wird?

Aufgrund der gegenwärtigen Situation kann es zu Verzögerungen beim Überprüfen und Verplomben des Sprengwasserzählers kommen. In dem Fall wird der in dem Anmeldeformular gemeldete Zählerstand anhand eines vom Kunden erstellten Fotos durch den ZVO anerkannt.

Wer liest die Zählerdaten ab?

Die Zählerstände sind unaufgefordert mit der Ablesekarte dem Zweckverband durch den Eigentümer mitzuteilen. Ablesekarten versendet der ZVO normalerweise im August des jeweiligen Jahres. Die Kunden aus Panker-Giekau, Tökendorf und Lilienthal (Gemeinde Dobersdorf) bekommen keine Ablesekarte. Die Zählerstände sind im Oktober/November eines Jahres vom Kunden per Mail, Fax, schriftlich oder telefonisch mitzuteilen.

Was passiert, wenn ich die Zählerstände nicht melde?

Dann wird der Sprengwasserzähler im Gebührenbescheid nicht berücksichtigt. Eine Nachmeldung kann nur innerhalb der Widerspruchsfrist von einem Monat nach Erhalt des Gebührenbescheides erfolgen.

Wieso gibt es jetzt eine Verwaltungsgebühr?

Für die Erhebung und Verarbeitung der Zählerdaten entsteht grundsätzlich ein Arbeitsaufwand. Dieser fällt insbesondere für das Aushändigen der Manipulationsschelle und die Verwaltung der Zähler an.

Wie hat sich die Gebührenhöhe ergeben? (Fragen zur Kalkulation)

Die Gebühr ist nur so hoch wie erforderlich. Der Betrag deckt ausschließlich den Aufwand, der mit der Verwaltung dieser Zähler zusammenhängt. Zu dieser Verwaltung zählen die Kosten zur Anschaffungskosten der Manipulationsschelle, Kontrolle des sachgerechten Einbaus, Eichfristenüberwachung, Ermittlung und einpflege des Zählerstands, sowie die Örtliche Kontrolle bei Unstimmigkeiten.

Wieso wird das Anschreiben zum Sprengwasserzähler und der Verwaltungsgebühr in Zeiten der Corona-Krise versandt?

Das Versenden von mehreren Tausend Schreiben muss logistisch geplant werden. Eine Verschiebung der Versendung der Informationen zum Sprengwasserzähler hätte nichts an den genannten Tatsachen geändert und wäre nur mit hohem Aufwand möglich gewesen. Deshalb hat sich der ZVO entschieden, die betroffenen Kunden, wie bereits geplant, zu informieren. Falls es bedingt durch die gegenwärtige Situation zu irgendwelchen Verzögerungen bei der Rückmeldung des Kunden kommt, wird der ZVO hier kulante Regelungen finden.

Wie setzt sich die Verwaltungsgebühr zusammen?

Eine Gebühr muss möglichst alle Fälle pauschalisiert berechenbar machen. Es wurde ermittelt, wie lange die ZVO Mitarbeiter mit dem Gebührenbescheid, der Beratung, der Kontrolle vor Ort, bei Störungen oder Unklarheiten usw. mit den Sprengwasserzählern durchschnittlich beschäftigt sind. Daraus hat sich ein Gesamtbetrag in Höhe der Verwaltungsgebühr ergeben, um die Kosten der Körperschaft zu decken.

Wasser ist ein kostbares Gut! Welche Alternative zum Sprengwasserzähler gibt es?

Sie können Regenwasser mit einer Regentonne oder einem Wassertank auffangen. Welche Vorteile hat das?

  • Regenwasser kostet nichts

  • Regenwasser beinhaltet weniger Kalk und hat einen geringeren Härtebereich als Wasser – das freut Ihre Pflanzen

  • Das Auffangen von Regenwasser ist umweltschonend, da die Aufbereitung von Trinkwasser sehr aufwendig ist.

  • Ressourcen werden eingespart – Trinkwasser steht nicht unbegrenzt zur Verfügung

  • Sie haben einen geringeren Wasserverbrauch und sparen neben der Abwassergebühr auch die Kosten für das Trinkwasser.

  • Weitere Infos zur Regentonne finden Sie hier:   https://praxistipps.focus.de/regenwasser-im-garten-auffangen-die-besten-tipps_44992