Abfallgebührenstruktur ab 2011

Seit dem 1. Januar 2011 gilt im Kreis Ostholstein eine neue Abfallgebührenstruktur. Hintergründe für die Veränderungen sind die Verschiebung der Haushaltsgrößen durch den demografischen Wandel sowie die Rechtssicherheit einer neuen Satzung. Die neuen Gebühren wurden nach den Regeln des schleswig-holsteinischen Abgabengesetzes ermittelt.

Warum wurde die Gebührenstruktur überarbeitet?

Die Anzahl kleiner Haushalte hat in den letzten Jahren stark zugenommen und wird in Zukunft auch weiter steigen. Demgegenüber gibt es immer weniger große Haushalte.

Das bisherige Gebührensystem bevorteilte kleinere Wohneinheiten. Sie zahlten weniger, als die Entsorgung ihres Abfalls kostet. Größere Haushalte und Haushalte in Mehrfamilienhäusern trugen die Mehrkosten.

Mit der neuen Abfallgebührenstruktur verteilen wir die Kosten gerechter als zuvor. Für kleine Haushalte auf einem Grundstück werden die Gebühren angepasst, große Haushalte werden entlastet. Insgesamt müssen zwar rund 50 000 Bürger des Kreises mit Mehrkosten rechnen, 150 000 Bürger in Ostholstein werden jedoch finanziell entlastet. Darunter befinden sich auch kleinere Haushalte in Mehrfamilienhäuser einschließlich des sozialen Wohnungsbaus.

Kleine Haushalte auf einem Grundstück können ihre Gebühren trotz der Erhöhung niedrig halten. Zum Beispiel wenn sie sich mit anderen Haushalten eine Tonne teilen. Oder wenn sie die Müllabfuhr einfach nur alle vier Wochen bestellen – statt alle zwei Wochen.

Mehr Infos gewünscht?

Wir möchten allen Bürgerinnen und Bürgern größtmögliche Transparenz über das neue Gebührensystem und seine Hintergründe bieten. Beschlussvorlagen der Verbandsversammlung sowie Teile der Gebührenkalkulation und weitere Dokumente sind für Interessierte hier einsehbar.